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ava - heart of hands
prisca1960

Jeremiah FF - german // Das Versprechen

For all english speaking friends: here you can find the english version, betaed by belleferret

Titel: Das Versprechen
Autor: Prisca
Charakter: Mr. Smith, Theo
Worte: 420
Anmerkung: Diese Geschichte spielt ein paar Monate bis ca. ein Jahr nach: Kind der Hoffnung

Gedankenverloren saß er in dem alten Sessel in einem abgelegenen Raum in Thunder Mountain. Wieder einmal hatte er die Einsamkeit gesucht. Aber dieses Mal wurde er abrupt gestört, als Erin in den Raum trat.

“Smith! Endlich! Theo möchte dich sehen.”

Theo! Er hatte ihr nie sehr nah gestanden und trotzdem würden sie immer verbunden sein durch die Erinnerung an diese eine Nacht, in der Theo ihre kleine Tochter zur Welt gebracht hatte. Damals war Leben entstanden - heute würde es vergehen! Er hatte es gewußt, als sie sie nach dem Überfall zurück in den Montain gebracht hatten.  Der Doktor hatte noch versucht, ihr zu helfen. Aber es würde vergeblich sein. Sie würde die Nacht nicht überleben.

Theo hatte die Augen geschlossen und schien zu schlafen, als er eintrat. Aber es war, als spürte sie seine Gegenwart.

“Smith?”

“Ich bin hier!”

Über ihr Gesicht lief ein leichtes Lächeln.

“Smith! Versprich´es mir!” Ihre Stimme klang schwach und war kaum zu verstehen, aber er wußte ohnehin, worum sie ihn bitten wollte. “Du musst gut auf sie aufpassen! Sie ist doch noch so klein. Lass´ es nicht zu, das man ihr weh tut.”

“Ihr wird nichts passieren! Ich werde sie gut unterbringen, das verspreche ich dir.”

Theo öffnete mühsam die Augen. Angst lag darin. “Du willst sie wegschicken? Lass' sie nicht allein! ... Smith ... ”

Er griff nach ihrer Hand und drückte sie sanft. “Sie wird nicht allein sein. Sie wird geliebt werden! Sie wird zur Schule gehen und lernen. Und sie wird nie vergessen, wer ihre Mutter war ... “

“So was gibt es nicht, Smith. Nicht mehr! Nicht auf dieser Welt.”

Für einen Moment schwieg er. Er sah diesen Ort vor sich. Und er sah das Gesicht eines kleinen Mädchens, das an einem solchen Ort lebte. Er lächelte, als er Theo antwortete.

“Vertrau´mir! Ich habe ihn gesehen. Ich habe ihn erlebt. Sie lebt auch dort! ... Rose, meine Tochter!”

Für einen kurzen Augenblick  blickten Theos Augen neugierig. “Du hast eine ... TOCHTER?!”

“Ja,” sagte er nur.

Eine Weile schwiegen sie beide. Er blieb bei ihr sitzen und hielt ihre Hand. Theo hatte die Augen wieder geschlossen. Fast schien es so, als wäre ihre Kraft jetzt, als sie ihre Tochter in Sicherheit wusste, verbraucht. Aber dann flüsterte sie plötzlich. “Smith?!”

“Ja?”

“Erzähl´mir von ihr!”

Und zum ersten Mal in seinem Leben sprach er von Rose - von seiner Liebe, seinen Hoffnungen und seinen Ängsten.
 

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Wunderschön, Prisca. Es berührt mich tief ... ich weiß gar nicht was ich sagen soll *weint leise*
Danke, meine Süße!

Ich danke dir! Ich freue mich, wenn sie dir gefallen hat, auch wenn sie ein bißchen traurig ist. Arme Theo! Sie hätte ein bißchen mehr Glück im Leben verdient.

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